Urlaub in Griechenland – Der erste Flug

Ich würde euch gerne von meinem Griechenland-Urlaub und gleichzeitig meinem ersten Flug berichten.

 

Warum Griechenland?

Da ich noch nie geflogen bin, aber leidenschaftlicher Autofahrer bin, musste das Ziel nah genug sein um nicht 10 Stunden im Flieger zu sitzen aber weit genug weg, um nicht doch mit dem Auto zu fahren. Ersteres Ziel war Kroatien, jedoch wollte ich am Ende doch fahren. Bei Griechenland wäre ich nicht auf die Idee gekommen mit dem Auto zu fahren. 1 h 45 Minuten Flugzeit zu 18 Stunden Fahrtzeit war das ausschlaggebende Argument für mich.

 

Die Eckdaten

Hinflug: 25.09.2018 um 16:40 Uhr am Airport Nürnberg (NUE) nach Thessaloniki (SKG)

Rückflug: 05.10.2018 um 22:55 Uhr am SKG nach NUE

 

25.09.2018 (Dienstag)

Ich muss gestehen, ich bin noch nie mit so einem unguten Gefühl in den Urlaub wie in diesen. Der erste Flug in meinem Leben stand bevor und mir ging so richtig die Düse. Deshalb am 25.09.2018 noch bis 14 Uhr gearbeitet, damit ich eine viertel Stunde später direkt am Airport Nürnberg war und einchecken konnte. Der Flug ging erst um 16:40 Uhr. Soweit alle Schalter leer – allgemein herrschte am NUE kaum Betrieb. Nicht wirklich viele Leute unterwegs gewesen. Also nach oben ins Café und noch ein Entspannungs-Bierchen getrunken. So schlimm war es aber gar nicht – jedoch war immer noch genug Nervosität zu spüren – ist halt eine völlig neue Erfahrung gewesen. Da ich lieber das Steuer selbst in der Hand habe war das für mich gleich doppelt ungewohnt.

Eigentlich war geplant ab Weeze mit Ryanair zu fliegen. Habe mich dann auch ausführlich mit Ryanair beschäftigt und mir wurde es zu unsicher mit den Streiks, die immer wieder auftraten. Deshalb auf Empfehlung eines griechischen Bekannten die paar Euro mehr in die Hand genommen und Aegean Airline gewählt. Und glücklicherweise sogar ab NUE, sodass ich die Mehrkosten für die Fahrt nach Weeze auch schnell wieder drin hatte.

Die Stewardessen machten einem den Flug dann wirklich sehr angenehm. Verteilten Bonbons, danach gab es Getränke und anschließend sogar ein warmes Essen. Gerade die Tabletts mit dem Essen wieder eingesammelt ging es auch schon kurz drauf an die Landung. Am SKG erfolgte der Ausstieg lediglich mit Treppen und Bussen. War meiner Meinung nach ein noch kleinerer und wesentlich älterer Flughafen als der NUE – aber das hatte Charme.

Wir hatten ein Fahrzeug (Economy + Automatik) bei Europcar am SKG reserviert. Auf der Reservierungsbestätigung haben wir schon gesehen, dass und ein Shuttle-Bus dort hin fahren wird. Am Meeting Point waren jedoch alle Autovermieter vertreten, nur Europcar nicht. Nach gut 20 Minuten kamen auch hier 2 Mitarbeiter und begrüßten uns. Wir bekamen direkt einen Schock von der Fahrweise der Leute in Griechenland – in etwa so als würde man einen BMW 116i zu einem M140i machen.

An der Station angekommen begrüßte uns schon der Mitarbeiter mit dem Namen und fragte in gebrochenem Deutsch ob wir den Flug gut hinter uns gebracht haben. Dann ging es auch schon an den Mietvertrag. Führerschein, Personalausweis wurden kopiert und die Kreditkarte mit einem Durchschreibeblock vervielfältigt – bzw. haben sich alle Daten von der Kreditkarte in grau abgezeichnet, die auf der Karte geprägt waren. Habe ich so noch nicht gesehen. Der Mietbetrag (knapp 210 €) wurde direkt im Voraus von der Kreditkarte abgebucht. Eine Kaution in Höhe der Selbstbeteiligung (744 €) wurde reserviert. Auf der Buchungsbestätigung stand zwar Mietbetrag + 300 € Kaution aber was solls. Da ich eine externe Versicherung habe – hatte ich auf die teure 0 €-Haftungsreduzierung verzichtet.

Anschließend fragte ich direkt was es denn werden würde. Ich muss zugeben ich habe in Deutschland schon befürchtet, dass es mein Traumwagen werden würde – den auch die Schwiegermutter fährt: Nissan Micra. Und genauso geschah es: Nissan Micra Automatik mit 62.000 km auf der Uhr.

Natürlich fragte ich sofort nach Alternativen. Ja er hätte das was. Innerlich schon gefreut, dass der Privileg Executive Status anklang gefunden hat. Ich hätte auch 10-15 € Upsell bezahlt, wenn es was Anständiges gewesen wäre. Ein Audi Q3 1.4 TFSI mit 150 PS (Automatik/DSG) – sah doch schon besser aus. Dann ging es in die Preisverhandlung – ähm, okay das war keine richtige Verhandlung. Er schlug den Preis vor und das konnte ich akzeptieren oder eben nicht. Für 10 Tage wären knapp 1.500 € fällig gewesen. Die Selbstbeteiligung läge bei solchen Luxus-Fahrzeugen auch bei 3.000 € – so dementsprechend auch die Kaution. Verlockendes Angebot, dass ich leider ablehnen musste. Gar nicht drüber nachdenken, was ich in Deutschland für dieses Geld bekommen würde. Absurde Preisvorstellung des Mitarbeiters in Griechenland.

Also den Micra bei völliger Dunkelheit mit meiner Taschenlampe abgeleuchtet und alle Schäden eintragen lassen. Auch die starke Verschmutzung im Innenraum war kein Grund das Fahrzeug zu wechseln. Das wäre notiert, war die Antwort.

Also dann von Thessaloniki ins knapp 100 km entfernte Nikiti gefahren. Ich muss gestehen, dass ich schon lang kein Auto mit Halogen-Leuchten mehr gefahren bin – vor allem nicht bei Dunkelheit. Die Lichtausbeute war der Hammer 😉 Dort angekommen hat uns schon der Gastgeber unseres Appartements freundlich empfangen. Wir haben ein 1 Zimmer-Appartement mit Küche + Bad über Airbnb gemietet. Dieser zeigte uns alles und nahm sich sogar noch die Zeit uns eine Stunde über die Halbinsel Sithonia zu berichten und uns die sehenswerten Strände zu erläutern. Danach war erstmal Feierabend!

 

(Nach der Landung – Airbus A320 am SKG)

 

(Mhmm, lecker Essen im Flugzeug)

 

(Unser Appartement von außen – Eingansbereich)

 

(Unser Appartement von außen – Parkplätze im geschützten Innenhof)

 

(Unser Appartement von außen – Außenküche mit Grill, Kühlschrank und Waschmaschine)

 

(Unser Appartement von außen – Gartenstühle zur gemeinsamen Nutzung)

 

(Unser Wachhund)

 

(Unser Appartement von innen – Bett für 2 Personen mit zusätzlicher Schlafcouch)

 

(Unser Appartement von innen – 22 Zoll Samsung Smart-TV und Kommode)

 

(Unser Appartement von innen – Klimaanlage und blaue LED-Beleuchtung der abgesetzten Decke)

 

(Unser Appartement von innen – kleine Küche mit Backofen, Herd, Kühlschrank und Spüle)

 

(Unser Appartement von innen – Badezimmer)

 

(Unser Appartement von innen – Dusche)

 

(Unser Appartement von innen – WC in der Dusche)

 

26.09.2018 (Mittwoch):

Heute ging es dann einmal um die Halbinsel Sithonia. Diese soll ja der schönste der „drei Finger“ sein. Dem kann ich nur absolut zustimmen. Wunderschöne Strände mit wenig Betrieb (das ist der Vorteil der Nachsaison). Das Wetter stand auch auf unserer Seite. So haben wir uns acht schöne Strände angesehen. Der Tag diente eher dem Zweck einen Überblick über die Insel zu bekommen. Am späten Nachmittag genossen wir die Sonne noch am Strand in Nikiti, der vielleicht 500 m von unserem Appartement entfernt war.

 

(Coviou Beach)

 

(Nikitis Beach Sithonia)

 

(Mamba Beach)

 

(Sarti Beach)

 

(Sarti Beach)

 

(Achlada Beach)

 

(Fava Beach)

 

(Fava Beach)

 

(Fava Beach)

 

(in der Nähe von Vourvourou)

 

27.09.2018 (Donnerstag)

Wir beschlossen noch ein wenig aktiv zu sein und uns Thessaloniki näher anzusehen. Bei Fahrtbeginn hatten wir allerdings technische Probleme mit dem Fahrzeug – genauer gesagt mit den Scheibenwischern. Diese funktionierten teilweise nicht. Die Spritzanlage überhaupt nicht. Also an die Europcar-Station in Nikiti gefahren. Eine gute Stunde gewartet, mit der Aussage man würde uns helfen. Im Endeffekt ist genau das passiert was ich dachte – das Problem konnte nicht einfach so mal eben gelöst werden und man konnte mir keinen Tausch anbieten, da jede Europcar-Station für sich arbeitet. Dann also direkt weiter nach Thessaloniki gestartet und die Europcar-Station am Airport angefahren. Ein Automatik-Fahrzeug konnte nicht angeboten werden – jedoch war ich mit einem Handschalter auch zufrieden, sofern er in einem wesentlich besseren Zustand war als der Nissan Micra. Es wurde ein blauer VW Polo (altes Modell) mit dem kleinen 3-Zylinder-Motörchen. Im Innenraum war er trotz 5.000 km mehr auf der Uhr besser erhalten als der Nissan Micra. Ich denke hier merkt man ein Stück weit die Qualität des Volkswagens. Allerdings hatte auch dieser rundherum Beulen und Dellen. Am gravierendsten war der Unfallschaden vorne links. Die Stoßstange stand seitlich ab und der Scheinwerfer war gerissen (innen drin, von außen nichts zu spüren) und war nicht korrekt eingestellt. Was ich erst später bemerkte: die Reifen waren total im Eimer. So ziemlich genau auf den 1,6 mm – Habe ich aber erst gemerkt als es geregnet hatte. Was beim Motorstart sofort auffiel war, dass die Kupplung bzw. das Ausrücklager gute Geräusche von sich gab – solche Geräusche, dass meine Freundin sofort wusste was das war (kannte sie scheinbar noch von Ihrem Fahrzeug damals).

Ich war ehrlich gesagt trotzdem froh ein halbwegs anständiges Auto bekommen zu haben. Beim Micra hatte ich immer Angst wir würden irgendwo im Nirgendwo stehen bleiben. Das hatte ich beim Polo nicht.

Also sind wir in die Innenstadt von Thessaloniki gefahren um uns die Stadt und die üblichen Sehenswürdigkeiten anzusehen. Gute 3 Stunden sind wir durch Thessaloniki spaziert und haben und den Weißen Turm, den Galeriusbogen, 3 Kirchen und den Platia Aristotelous angesehen. Mir war die Stadt aber viel zu hektisch, deshalb sind wir dann auch wieder gefahren. Der Verkehr war absolute Katastrophe, viel zu viele falsch parkende Fahrzeuge, Staus und wahnsinnig teure Parkplätze. Die Stunde parken kostete 4,50 € – der Tageshöchstsatz lag irgendwo bei knapp 50 €.

 

(Thessaloniki – Platia Aristotelous)

 

(Thessaloniki – White Tower)

 

(Thessaloniki – Ekklisia Panagia Dexia)

 

(Thessaloniki – Hagia Sophia)

 

28.09.2018 (Freitag)

Heute war das Wetter sehr bedeckt und wir hatten nicht ganz 20 Grad. Also beschlossen wir spontan uns die Halbinsel Kassandra anzusehen. Teilweise sind wir ohne wirklichen Plan durch die Gegend gefahren, so stießen wir zum Beispiel am Ende einer ca. 10 km langen Straße ins Nichts auf ein 5-Sterne-Luxus-Resort, das wir uns dann näher angeschaut haben. Die Parks und die eigenen Einkaufsstraßen waren „öffentlich“ zugänglich. Die Anlage war aber wirklich größer als jedes kleine griechische Dorf – schon krass was der Tourismus anrichtet. Die Auswirkungen des Massentourismus sah man aber auf der gesamten Halbinsel. Uns hat Kassandra lange nicht so gut gefallen wie Sithonia, aber dennoch war landschaftlich einiges drin.

 

(Sani Beach Resort)

 

(Sani Beach Resort)

 

(Sani Beach Resort – eigener Hafen mit Liegeplätzen)

 

(Sani Beach Resort – Luxus-Yacht)

 

(Strand in der Nähe von Kalandra)

 

(Loutra Beach mit dem VW Polo)

 

(Loutra Beach)

 

(Xina – Orthodoxe Kirche von St. Nicholas)

 

(Xina – Orthodoxe Kirche von St. Nicholas)

 

29.09.2018 (Samstag)

Das Wetter wurde wie befürchtet von Tag zu Tag ein wenig schlechter, aber das hat uns ehrlich gesagt nicht davon abgehalten etwas zu unternehmen. Wir fuhren ins ca. 350 km entfernte Kalampaka um uns die schwebenden Klöster von Meteora (UNESCO Welterbe) anzusehen. Hier war aber auch richtig was los. Ein Bus nach dem anderen – es war gar nicht leicht einen Parkplatz zu ergattern. Bei den größeren Klöstern war der meiste Andrang, deshalb haben wir diese nur von außen besichtigt. Die zwei Nonnenklöster sind etwas kleiner aber genauso schön. Diese haben wir auch von innen besichtigt – aus Respekt aber keine Fotos gemacht und uns an die Kleiderordnung gehalten (Männer: lange Hose und Frauen langer Rock – gab es dort kostenlos zum Überziehen). Mittlerweile war der Nachmittag schon sehr vorangeschritten und wir entschieden uns langsam die Heimreise anzutreten. Diese sollte aber nicht dieselbe Route sein wie wir gekommen waren, da ich am Olymp vorbeifahren wollte. Als wir dann dort waren reizte es mich schon sehr den Pass hoch zu fahren, was wir schließlich auch taten. Der Polo hat sich ganz brav den Berg raufgequält. Unter 3.000 U/Min ging gar nichts. Also immer im dritten Gang gefahren. Als ich – ziemlich weit oben – um eine enge Kurve fuhr stand ich plötzlich vor drei großen Betonpollern und 3 Männern mit Gewehren. Also gleich rumgedreht und geschaut was da los ist. Stand nur groß: Military – no Photos! Naja, das habe ich mal befolgt – waren ja 3 gute Argumente vorhanden. Hinterher konnte ich darüber allerdings auch nichts im Internet erfahren. Mysteriös! Auf dem Heimweg noch in einer Taverne in Katerini gespeist und dann bei völliger Dunkelheit nach Nikiti gefahren – dort sind nachts wirklich viele Tiere unterwegs.

(Meteora Klöster)

 

(Meteora Klöster)

 

(Meteora Klöster)

 

(Zufahrtsstraße zum Olymp)

 

(Aussicht von oben – hier war Schluss)

 

(Kloster der Heiligen Dreifaltigkeit – unterhalb des Olymps)

 

30.09.2018 (Sonntag)

Diesen Tag verbrachten wir bei Regenwetter im Appartement. Ausschlafen bis halb 12 war angesagt und danach richtig schön faul sein! Muss auch mal sein.

 

01.10.2018 (Montag)

Heute sollte es an eine wunderschöne Stadt am See gehen – Kastoria! Das Wetter war wieder viel besser geworden und wir hatten genug Kraft getankt um früh aufzustehen und bei Zeiten die lange Fahrt anzutreten (ca. 300 km). Angekommen wollten wir die Höhle „The Dragon’s Liar“ besuchen, jedoch hatten wir irgendwie verplant, dass die Höhle montags zu hatte (mein Fehler!). Also wurde daraus nichts und wir haben uns die orthodoxe Ostkirche, die sich direkt neben der Höhle befand angesehen. Eine ganz enge Einbahnstraße führte einmal um die „Halbinsel“ die aus einem Berg bestand. Wir hatten schon beschilderte Wanderwege gesehen um hoch zur Kirche zu kommen. Diese ist mit dem Fahrzeug nicht erreichbar. Also geparkt und gut eine Stunde hoch zu Kapelle gelaufen. War ein wunderschöner Ausblick über die Stadt! Außerdem waren dort ein kleines Wildgehege und viele Bienenkästen zu finden.

Nicht weit entfernt lag der Prespa Nationalpark kurz vor der albanischen Grenze. Dort wollten wir den Nachmittag verbringen. Den besuch hier kann ich nur jedem empfehlen. Wir sind zu Fuß auf eine Insel gelaufen (Agios Achillios), die nur durch eine lange schwimmende Brücke mit dem Festland verbunden ist. Dort angekommen erwartete uns ein kleines Dorf mit 10 Häusern und unberührter Natur. Auf der Insel waren mehrere Kirchen verteilt – teilweise (komplett) zerstört – auf jeden Fall ein wahnsinniger Anblick! Wir sind einmal komplett über die Insel gelaufen. Irgendwann hörten die offiziellen Wege auf und man musste Querfeldein laufen. Orientieren konnte man sich nur an blau-weißen Fähnchen, die an den Bäumen hingen um den Weg zu markieren. Zuletzt war es noch ein ordentlicher Anstieg auf sehr losem Untergrund. Auf dem Weg trafen wir auch sehr viele verschiedene Tiere (Schweine, Ziegen, Kühe, Schafe), die einfach frei auf der Insel rumliefen. Oben angekommen stand ein großes Kreuz vor uns und man hatte einen fantastischen Ausblick über die gesamte Insel.

 

(Kastoria-See am Morgen)

 

(Wanderweg zur Elias-Kirche)

 

(oben angekommen – ein wunderschöner Ausblick über Kastoria)

 

(Kastoria-See von oben)

 

(vorbei an Bienenkästen…)

 

(… und einem Wildgehege)

 

(Elias-Kirche)

 

(wieder unten am See)

 

(Prespa National Park – Zugang zur Insel Agios Achillios)

 

(Kirche des heiligen Apostels)

 

(Anlegeplatz der Insel)

 

(Blick auf die schwimmende Brücke)

 

(St. Achillios Basilica)

 

(Das „Gipfelkreuz“)

 

(Panagia Porfyra Monastery – zumindest die Reste davon)

 

(Ausblick Richtung Norden)

 

(Ekklisia Agii Apostoli)

 

(Neben den Menschen leben hier auch viele Tiere)

 

(auf der Heimfahrt sehr oft gesehen – zum Glück nur das Schild)

 

02.10.2018 (Dienstag)

Heute war es endlich soweit – mein absolutes Highlight – das Wetter war super und wir konnten endlich das reservierte Motorboot in Empfang nehmen. Eine Olympic 490 SX mit 30-PS Mercury-Außenborder und zusätzlichem 4-PS-Außenborder (für den Notfall). In Griechenland darf man ohne Führerschein ein bis zu 30 PS starkes Motorboot fahren. Wir wurden vom Vermieter ordentlich in die Bedienung eingewiesen und auch auf mögliche Gefahrenstellen in den Buchten bei Vourvourou hingewiesen. Ich denke ohne die Hinweise wären wir schön in so manche Steine gekracht und hätten das Boot zerstört. Es gab eine bestimmt 30 Meter breite Durchfahrt, die aber überhaupt nicht passierbar war, da dort viele Felsen waren, die gerade so unter der Wasseroberfläche waren und so schlecht zu sehen waren. Wir brauchten aber keine Angst zu haben, da das Boot mit GPS ausgestattet war, sodass der Vermieter immer wusste wo wir sind. Wir fuhren über den gesamten Tag knapp 35 km – vorbei an den schönsten Buchten und Strände in Vourvourou. Auch eine direkte Anlegemöglichkeit vor zwei Tavernen war gegeben, jedoch haben wir uns auf dem Boot selbst versorgt. Die Sonne konnten wir dank abklappbaren Sonnensegel in vollem Umfang genießen. Wenn man mit Vollgas unterwegs war ging das Boot max. 38 km/h Spitze. War aber dann schon sehr unbequem, da das Boot zu hüpfen begann. Viel zu schnell ging der Tag auf dem Wasser zu Ende. Gegen 17 Uhr war dann der Tank so gut wie leer (25 Liter) und wir fuhren zurück zum Startpunkt. Danke an das Team von Bluewaterboats für diesen unvergesslichen Tag!

 

(ein tolles Boot – Olympic 490 SX mit 30 PS Außenborder)

 

(nein, das war noch nicht Vollgas)

 

(tolles Wetter)

 

 

(eine Insel mit dem Namen Peristeri)

 

(hier waren die Boote wieder, die wir am ersten Tag schon sahen)

 

(eine Bucht in der wir anlegten und schwimmen gingen)

 

(auf 12 Uhr – eine große Fischer-Insel im Wasser)

 

03.10.2018 (Mittwoch)

Das Wetter wurde leider wieder etwas bewölkter, jedoch war die Vorhersage, dass es gegen Nachmittag wieder schöner werden sollte. Deshalb fuhren wir vormittags in die Tropfsteinhöhle „Petralona Cave“. Wir wussten aus dem Internet schon, dass die Zufahrt zur Höhe gesperrt wurde um 2 € pro Person für die Fahrt nach oben mit einer Diesel-Lokomotive auf Rädern zu kassieren. Da wir auch wussten, dass der Weg nicht wirklich weit ist, entschieden wir uns für den Fußweg. Oben angekommen waren wir sogar noch schneller als der Zug, der immer noch unten stand und auf weitere Fahrgäste wartete. Die Höhle war mit 8 € pro Person nicht gerade günstig und es wurde wieder streng darauf geachtet, dass keine Fotos gemacht werden. In der Höhle angekommen staunten wir nicht schlecht, wie groß die Höhle war. Man hatte einen gigantischen Ausblick, teilweise ging es mehrere Meter nach unten, die Wege waren sehr kurz und eng, deshalb war der Rundgang auch nach einer halben Stunde beendet. Der Nachteil war, dass man kaum irgendwo stehen konnte, da die Personen hinter einem dann nicht mehr durchkamen. Somit wurde man irgendwie durch die Höhle geschoben. Für sehr gut gebaute Menschen ist die Höhle aber nichts, da eine super schmale Engstelle existierte, die zwischen zwei Tropfsteinen durchging – dort muss man sich schon richtig schlank machen.

Am Nachmittag entschieden wir uns nochmals nach Vourvourou zu gehen und uns an den Strand zu legen. Außerdem mieteten wir uns für 2 Stunden ein durchsichtiges Kajak und paddelten noch ein wenig durch das Meer. Auch das war ein sehr gelungener Tag!

 

(hier hält der Bus – der Rest muss sowieso zu Fuß zurückgelegt werden)

 

(noch einen schnellen Schnappschuss im Eingangsbereich der Höhle)

 

(unser Mietfahrzeug – 0 PS – mal was anderes – hier zu mieten)

 

04.10.2018 (Donnerstag)

Heute ging es ins 200 km entfernte Edessa – die Stadt mit den wunderschönen Wasserfällen! Hier parkten wir direkt vor dem „Waterfall Information Center“ und konnten so direkt den reißenden Fluss sehen, der durch die Stadt ging und am Ortsrand in die Tiefe stürzte. Wahnsinn!

Es führte auch ein Weg runter bis an die Stelle, wo er im Tal ankommt – aber Achtung man wird wahnsinnig nass dabei. Das Highlight war sicherlich der Weg hinter dem Wasserfall – hier war es natürlich auch gut nass und rutschig. Ein Mühlenmuseum und eine kleine Aquarium-Ausstellung waren für je 2,00 € pro Person auch zu besichtigen. Direkt in der Nähe der Wasserfälle war natürlich wieder viel los. Überall die üblichen „Asia-Märkte“, wo man günstig Spielzeug und Klamotten kaufen konnte. Das war eher nichts für uns. Die Stadt selbst hatte sonst nicht wirklich viel Anreiz, deshalb beschlossen wir den Heimweg über den Kerkini-See (nördlich von Thessaloniki, an der bulgarischen Grenze) anzutreten.

Angekommen im „Kerkini Lake National Park“ war das Wetter wieder super und der Ausblick wieder traumhaft. Bei den ganzen schönen Nationalparks vergisst man den Tourismus total, da hier nicht so viele Menschen sind und die Natur einen regelrecht verzaubert! Natürlich fuhren wir einmal um den See um uns einen Überblick zu verschaffen. Auf der westlichen Seite waren richtig viele Tiere unterwegs. Pferde, Esel – oder Mischungen aus beidem, Pelikane, Wasserbüffel und die verschiedensten Vögel. Selbst eine kleine Vogelbeobachtungsplattform mit kostenpflichtigen Ferngläsern war vorhanden. Eine kleine Bootstour wäre sicherlich noch schön gewesen, leider war rund um den See aber nichts los – was wir wiederum sehr genossen haben.

 

(Edessa Wasserfälle)

 

(Edessa Wasserfälle)

 

(Edessa Wasserfälle – ab hier ging es abwärts)

 

(Edessa Wasserfälle – ganz schön hoch)

 

(Edessa Wasserfälle)

 

(Edessa Wasserfälle – Mühlen-Museum)

 

(Edessa Wasserfälle)

 

(Edessa Wasserfälle – hinter dem Wasserfall)

 

(Edessa Wasserfälle – der Fluss, der durch die Stadt rast)

 

(Kerkini Lake National Park)

 

(Kerkini-See – Mama und Kind)

 

(Kerkini-See)

 

(Kerkini-See – Blick auf die natürliche Grenze zu Bulgarien)

 

(Kerkini-See – Auch Wattwattwanderungen waren hier möglich)

 

05.10.2018 (Freitag)

Heute war Tag der Abreise, deshalb sind wir um 8 Uhr aufgestanden, haben noch gemütlich auf dem Balkon gefrühstückt und anschließend das Appartement aufgeräumt. Nach einer sehr herzlichen Verabschiedung bei den Vermietern ging es dann mit dem Auto in Richtung Thessaloniki. Wir waren noch auf der Suche nach einer Waschanlage, da das Auto mittlerweile sehr dreckig geworden war. An einer günstigen Tankstelle wurde das Auto dann von Hand vorgewaschen (so gründlich, dass es eigentlich schon perfekt sauber war) und anschließend durch die Waschstraße gefahren. Der Hammer war der Preis: 5,00 € mit Rechnung. Das waren knapp über 4,00 € netto. Einfach heftig wie man das etwas verdienen kann. Über die 2 € Trinkgeld hat sich der Wäscher sichtlich gefreut.

Da nun alles erledigt war ging es nun darum den Tag noch möglichst sinnvoll zu gestalten und uns nicht kaputt zu machen. Schließlich hatten wir noch einen Flug vor uns, der erst um 22:55 Uhr ging. Wir entschieden uns für eine kleine Shoppingtour im „Mediterranean Cosmos“ in Thessaloniki. Ein wirklich sehr angenehmes und modernes Einkaufszentrum. Es waren bestimmt 20 Security im und um das Einkaufszentrum zu sehen. Damit einem der Lärm der Menschen nicht so laut vorkommt war das Einkaufszentrum komplett mit Musik beschallt – und das ordentlich laut. Da wir nur mit Handgepäck gereist waren, konnten wir nicht viel einkaufen – für eine Jacke hat es dennoch gereicht.

Der Tag verging schneller als geplant und so war es auch sehr schnell 19 Uhr geworden. Wir beschlossen das Auto jetzt schon zurückzubringen (späteste Abgabezeit wäre 21 Uhr gewesen) und uns am Flughafen noch umzusehen. Als wir mit dem Polo auf dem Hof der Europcar-Station vorgefahren sind, empfing uns direkt die nette Mitarbeiterin, die auch bei Übernahme des Fahrzeugs anwesend war. Wir schauten uns das Fahrzeug gemeinsam an und konnten keine Neuschäden erkennen. Ich forderte noch eine Unterschrift, dass ich das Fahrzeug schadenfrei abgegeben hatte und lies mir eine Rechnung ausdrucken. Es blieb genau bei dem Betrag, der bereits von meiner VISA-Karte abgebucht wurde. Ich muss gestehen, ich war von der Abwicklung sehr positiv überrascht. Alles super gelaufen.

Es folgte wieder eine wilde Fahrt mit dem Shuttle-Bus. Derselbe Fahrer – derselbe Fahrstil. Angekommen am Airport begaben wir uns direkt zu den Sicherheitskontrollen, da ich bereits am Tag vorher per Smartphone eingecheckt habe. Direkt nach den Sicherheitskontrollen ging es durch einen großen Duty-Free-Shop zur Abflughalle. Wir entschieden uns eine Etage höher zu gehen, ein letztes griechisches Bier zu trinken und unsere Handys aufzuladen. Da noch gut 2,5 h Zeit war haben wir auf dem Notebook noch einen Film gesehen und uns dann in den Duty-Free-Shop begeben um wenigstens noch ein paar Kleinigkeiten aus Griechenland einzukaufen. 3 Gläser Oliven, 4 kleine Gläser Honig und ein paar Süßigkeiten – mehr passte nicht in den Rucksack. Laut Airline müssen sämtliche Einkäufe ins Handgepäck passen um kostenfrei transportiert zu werden. Wir wollten uns doch beim zweiten Flug auch noch an die Regeln halten.

Der Rückflug war etwas hektischer, da der Flieger mit ein paar Minuten Verspätung gestartet war. Die Stewardessen waren auch nicht so ruhig wie am Hinflug, aber es war zu keinem Zeitpunkt unangenehm. Nachdem wir gegen 0 Uhr in Nürnberg gelandet waren ging es mit dem Taxi zum Arbeitgeber, dort stand mein privates Fahrzeug geschützt in einer Halle. Und jetzt ab nach Hause…

 

Herzlichen Dank an Dimos und seine Frau für die Gastfreundschaft – wir werden euch in jedem Fall weiterempfehlen!

Dankeschön an Europcar Thessaloniki Airport für die freundliche Bedienung und den unkomplizierten Fahrzeugtausch.

 

(Nikiti – Strand)

 

(Nikiti – Hafen)

 

(Nikiti am Abend)

 

(das Waschen wird sich heute aber richtig lohnen – Danke an den sehr netten Wäscher)

 

(ein kurzer Abstecher ans Meer bevor es nach Hause geht – Nea Michaniona)

 

(Nea Michaniona)