Volvo S60 T5 R-Design | Sixt Nürnberg-Höfen

Es war mal wieder an der Zeit für ein Mietfahrzeug über das Wochenende. Diesmal sollte es ein Exot in der Mietwagen-Branche werden. Ein Volvo S60 T5 R-Design.

Anmietung

Der eigentliche Plan war die Anmietung des neuen BMW 3er (G20). Idealerweise als BMW 330i Limousine. Das Fahrzeug stand auch an der Station, war jedoch noch nicht zugelassen und daher nicht einsatzbereit.

Dafür stand an der Station ein roter Volvo S60 T5 in der R-Design-Linie. Optisch auch ein Leckerbissen. Hatte ich bei Sixt ehrlich gesagt aber auch noch nicht gesehen. War natürlich mit seinem 250 PS-Motor auch ein direkter Gegner des BMW 330i (258 PS) und für das Wochenende ausreichend spaßig.

Fakten

Vermieter: Sixt

Anmietstation: Nürnberg-Höfen

Rückgabestation: Nürnberg-Höfen

Gebuchte Klasse: FDMR

Erhaltene Klasse: FDAR

Erhaltenes Fahrzeug: Volvo S60 T5 R-Design

Bruttolistenpreis: 57.250,00 €

Leistung: 250 PS

Kilometerstand bei Abholung: 627 km

Gefahrene Kilometer: 820 km

Verbrauch: ca. 11,2 Liter/100 km

Mietzeit: 4 Tage

Bereifung: Sommerreifen auf 18-Zoll-Leichtmetallfelgen

Ausstattung

Die Ausstattung sah auf den ersten Blick wirklich gut aus, weshalb ich den Volvo S60 auch mitgenommen habe. Auf den zweiten Blick war die Ausstattung eigentlich genau richtig. Alles was man braucht war drin, sogar noch deutlich mehr, aber seht selbst.

Auf der Haben-Seite waren:

  • R-Design-Paket (Sportsitze & Sportfahrwerk)
  • Lackierung: Fusion Red Metallic
  • IntelliSafe-Pro-Paket (IntelliSafe-Surround mit BLIS, CTA und Heckaufprallabschwächung, Pilot-Assist)
  • Laderaum-Paket Pro
  • Winter-Paket Pro
  • Xenium-Paket
  • Parkassistenz-Paket
  • Media & Sound Paket (Harman & Kardon)
  • Licht-Paket
  • Schaltwippen am Lenkrad

Exterieur

Einfach mal komplett anders als die Konkurrenz. Eine wunderschöne elegante Linie, die durch das R-Design noch mit einer Portion Sportlichkeit aufgewertet wird. Der schwarze Kühlergrill ist sogar in schwarz-glanz lackiert, was wirklich eine sehr schöne Optik verleiht.

Am Heck sind die LED-Rückleuchten definitiv das Highlight, welche ich so nur bei Volvo gesehen habe. Durch eine Form wie ein „C“ verleihen sie dem Volvo S60 hier eine Portion Extravaganz.

Da ich vorher mit Volvo überhaupt nicht in Berührung gekommen bin, fehlt mir der Vergleich zum Vorgänger. Deshalb werde ich nicht auf den Vorgänger eingehen können.

Interieur

Im Innenraum fühlt man sich sofort wohl. Ein sehr aufgeräumter und schicker Innenraum erwartet den Fahrer nach dem Einsteigen.

Durch das R-Design erhält man ein schickes R-Design-Lederlenkrad, Pedalerie in Aluminium, einen schwarzen Dachhimmel und Aluminium-Applikationen im Innenraum. Die Aluminium-Applikationen bestehen tatsächlich aus Aluminium und nicht aus Kunststoff, wie man es teilweise von anderen Herstellern kennt.

Die Materialwahl und Verarbeitungsqualität würde ich definitiv als Premium einstufen – hier könnten sich die Premium-Hersteller, wie z.B. BMW oder Mercedes ruhig noch eine Scheibe abschneiden.

Motor & Getriebe

Das bei Volvo alles anders gemacht wird, sieht man schon daran, dass die Schweden keine größeren Motoren als 4-Zylinder anbieten, es keine Dieselmotoren mehr gibt und alle Volvos, die ab Mai 2020 vom Band laufen, auf 180 km/h begrenzt sind.

Bei diesem Mietfahrzeug handelte es sich um den 2-Liter-Vierzylinder mit 250 PS (T5). Der Motor bringt es auf bis zu 350 Nm, die das Fahrzeug ordentlich nach vorne schieben. Trotz 1,7 Tonnen Leergewicht fühlt sich das Fahrzeug verhältnismäßig schnell an.

Das Getriebe schaltet die 8 Gänge sehr flott durch, genehmigt sich aber ab und an auch eine kurze Denkpause. Anfangs dachte ich, dass es sich um ein Doppelkupplungsgetriebe handelt, da gerade beim Anfahren immer wieder ein Ruckeln zu vernehmen war und die Schalt-Charakteristik eher an ein Doppelkupplungsgetriebe erinnerte. Allerdings hat Volvo im S60 T5 eine 8-Gang-Wandlerautomatik von Aisin verbaut. Auf der einen Seite hat es mir gefallen, dass die Automatik sich etwas „sportlicher“ anfühlte als gängige Wandlerautomaten, auf der anderen Seite war ich schon etwas irritiert, dass eine Wandlerautomatik so „unkomfortabel“ sein kann. Beides in Anführungszeichen, da das natürlich Meckern auf hohem Niveau ist.

Infotainment

Die meisten Hersteller verbauen das Infotainment-Display im Querformat. Nicht so beim Volvo – hier ziert ein 9 Zoll großes und im Hochformat eingebautes Display, das Armaturenbrett. Optisch wurde das Display perfekt zwischen den Luftausströmern eingefügt und erhält dadurch eine edle Optik.

Außerdem steht dem Fahrer noch ein 12,3 Zoll großes virtuelles Cockpit zur Verfügung, in dem er alle notwendigen Informationen während der Fahrt bekommt.

Die Menüführung war für mich etwas sehr ungewohnt, so habe ich über eine halbe Stunde damit verbracht, dass Head-Up-Display in der Höhe zu verstellen. Anstatt den Punkt auch in den Einstellungen unterzubringen, kommt man nur über den Homescreen unter Head-Up-Display in das entsprechende Menü.

Das Harman & Kardon-Soundsystem machte einen guten Job im Volvo S60. Vergleichbar mit dem Harman & Kardon-Soundsystem bei BMW. Absolut ausreichend für den Alltag.

Fahrwerk

Der Volvo S60 T5 kam mit dem R-Design-Paket daher, was den Volvo 15 mm näher an den Boden brachte. Die Tieferlegung hat jedoch nicht nur eine optische Wirkung, sondern glänzt auch durch eine straffere Dämpferabstimmung. In den Kurven zeigt das Sportfahrwerk was es kann. Kaum Wankneigung und wenig Untersteuern. Außerdem gibt das Fahrwerk gutes Feedback, was ein Stück Sicherheit vermittelt.

Für Leute, die gerne komfortabel unterwegs sind, sollte es dann besser das Standard-Fahrwerk sein. Das Sportfahrwerk ist in Kombination mit den 18-Zoll-Leichtmetallfelgen schon ordentlich hart.

Assistenzsysteme

Das Volvo großen Wert auf Sicherheit legt, sieht man auch daran, dass serienmäßig jede Menge Assistenzsysteme mit an Bord sind.

So wird jeder Volvo mit dem IntelliSafe-Standard-Paket ausgestattet, was unter anderem einen Notbremsassistenten (CitySafety) und einen Spurverlassens-Assistenten beinhaltet.

Das Mietfahrzeug hatte jedoch das IntelliSafe-Pro-Paket mit an Bord. Das IntelliSafe-Surround-System besteht aus BLIS (Blind Spot Information System), CTA (Cross Traffic Alert), Heckaufprallabschwächung und elektrischen Gurtstraffern. Zusätzlich war das PilotAssist-Paket verbaut, was ein teilautonomes Fahren bis zu 130 km/h ermöglicht (Abstandstempomat & Spurhalteassistent).

Licht – „Thors Hammer“ Active High Beam

Die LED-Scheinwerfer, die es optional zu bestellen gibt, bieten eine gute Helligkeit und zeigen gerade bei Überlandfahrten, was sie können. Optisch erinnert das LED-Tagfahrlicht tatsächlich an die Waffe des Donnergottes „Thor“. Technisch bietet das Lichtsystem „Thors Hammer“ ein dynamisches Kurvenlicht und einen adaptiven Fernlichtassistenten mit Maskierungsfunktion. Hierbei bleibt das Fernlicht immer aktiviert und der Gegenverkehr wird durch vier verstellbare LED-Module ausgeblendet, was immer sehr zuverlässig funktioniert hat.

Fazit

Zuerst dachte ich, dass ein Volvo eher ein gemütliches, langweiliges Auto ist – jedoch muss ich das komplett zurücknehmen. Gerade die Kombination aus Fahrwerk, Getriebe und Motor lassen den Volvo S60 T5 auch ordentlich performen. Man hat nie das Gefühl im Grenzbereich zu fahren, auch wenn es an der Vorderachse mal quietscht oder rattert. Das Sicherheitsgefühl fährt in jeder Situation mit.

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