Fahrzeugkauf & Abholung | CFMOTO CForce 550 DLX

Nachdem der Wunsch nach einem „Fun-Fahrzeug“ immer größer wurde habe ich mich für ein Quad bzw. ein ATV entschieden.

Es soll eine CFMOTO werden

Im Endeffekt habe ich etliche Stunden gelesen, welches ATV am besten abschneidet. Letztendlich bin ich bei CFMOTO gelandet, da hier ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungsverhältnis existiert. Jedoch sollte die Bereitschaft vorhanden sein, für Kleinigkeiten selbst Hand anzulegen.

Aber auch das Schrauben macht natürlich genau so viel Spaß und fällt mir deutlich leichter, wenn die Maschine nur knapp 6.000 € gekostet hat, statt zum Beispiel 12.000 €.

Da ich mit Quads und ATVs zwar immer wieder in Berührung gekommen bin, jedoch rein fahrtechnisch keine Vorstellung hatte, wie groß die spürbaren Unterschiede zwischen den Motoren und Herstellern sein würde, habe ich bei mehreren Händlern eine Probefahrt gemacht.

Händler 1

Komplett neutral ging ich zum ersten Händler, der meine Neigung zur CFMOTO absolut nachvollziehen konnte und von anderen Fabrikaten wie z.B. Kymco nicht mal mehr ein Vorführfahrzeug angemeldet hatte, da CFMOTO den Markt dominieren würde.

Als Vorführfahrzeug bekam ich eine CFMOTO CForce 450 S (kurze Version). Man merkte natürlich sofort den fehlenden Platz, so hat der Sozius z.B. keine eigenen Fußrasten und die Sitzbank ist einfach zu kurz. Von der Motorisierung fand ich die 26 PS einfach zu schwach. Vor allem zu zweit quälte sich die Maschine schon sehr bis sie die 86 km/h erreichte. Mehr wollte sie dann auch nicht. Allein war das wesentlich spritziger und es waren auch 102 km/h laut Tacho drin.

Für die Probefahrt gab mir der Händler ein Zeitfenster von ca. 30 Minuten, dass ich natürlich voll ausgereizt habe. Ich fuhr durch den nahe gelegenen Wald und anschließend über Landstraßen zurück.

Eine größere Motorisierung hatte der Händler gerade nicht vorrätig, da er beim Umbau der Lagerhalle war. Auf jeden Fall hat mich der Service und die Geduld direkt überzeugt. Vielen Dank dafür!

Händler 2

Der zweite Händler war das komplette Gegenteil des ersten Händlers. Ein Riesen-Händler mit einer Masse an Fahrzeugen, entsprechend gestressten Mitarbeitern und mäßigem Service.

Hier ging ich deutlich präziser vor und erkundigte mich speziell nach CFMOTO-Fahrzeugen und erklärte, dass ich mich noch nicht endgültig festgelegt habe. Der Händler fuhr mir eine CFMOTO CForce 520 L und eine CanAm Outlander 450 L vor – beide in derselben Leistungsklasse.

Es wurde betont, dass der Rotax-Motor der CanAm wesentlich ruhiger laufen würde und zuverlässiger wäre. Die „kleine“ CanAm würde knapp 8.000 € kosten. Letztendlich war es der Preis, der mich abgeschreckt hat, da ich für das Geld auch eine CFMOTO CForce 820 mit einem V2-Motor bekommen würde.

Der Rotax-Motor lief wirklich ruhiger und drückte aus seinem 450 ccm² dieselbe Leistung wie die CForce 520 mit dem 500 ccm² Motor – 38 PS. Außerdem hatte die CanAm noch eine variable Servolenkung, die je nach Geschwindigkeit mehr oder weniger unterstützte. Aber so überzeugen, dass ich bereit gewesen wäre knapp 2.000 € mehr zu bezahlen, konnte die CanAm dann doch nicht.

Da kein Fahrzeug angemeldet war, konnte man nur auf dem Hof um das Firmengebäude fahren. Natürlich waren dort keine höheren Geschwindigkeiten als 35 km/h drin, was wirklich schade war. Somit wusste ich auch nicht ob mir die 38 PS der CForce 520 ausreichen würden.

Händler 3

Daheim angekommen suchte ich im Internet nach Alternativen und fand eine CFMOTO CForce 550 DLX, die schon seit Oktober 2018 im Internet inseriert war und mit einem sehr guten Preis ausgezeichnet war. Jedoch war in der Anzeige „Winterspecial gültig bis 30.11.2018“ vermerkt, somit dachte ich, dass die Anzeige sowieso nicht mehr aktuell ist und der Händler einfach vergessen hatte diese rauszunehmen.

Wie sich später herausstellen sollte, war die CFMOTO CForce 550 DLX sogar noch zu haben. Der Preis war heiß für so ein Neufahrzeug – zumal in der Preisliga gerade mal eine neue CForce 520 L (mit LOF) drin gewesen wäre. Die anderen 550er kosteten alle ab 6.990 €. Wirklich viele gab es allerdings sowieso nicht mehr, da diese zum Zeitpunkt des Kaufs nicht mehr bestellbar war. Die CFMOTO CForce 600 steht nämlich schon in den Startlöchern. Darauf wollte ich aber nicht warten.

Also direkt einen Termin vereinbart und bei bestem Regenwetter nach Regen bei Deggendorf gefahren. Dort befand sich der Händler „Schreiner’s Garage“ – Ein Mekka für Tuning-Fans wie mich. Es waren wirklich sehr schöne Autos vor Ort, die meisten auch noch vom Inhaber der Werkstatt. Man war sich natürlich sofort sympathisch.

BMW M4 & CFMOTO CForce 550 DLX

Der Händler erklärte mir, dass es wohl an der Farbe liege, dass die Maschine so lange steht. Alle anderen haben sich ganz gut verkauft. Okay, man muss dazusagen, dass der Händler keine großen Stückzahlen vorrätig hat und er deutschlandweit betrachtet sehr abgelegen liegt. Ich denke das sind weitere plausible Gründe für die längere Standzeit. Und was soll man schon falsch machen? Zumal die 550er noch nicht zugelassen war und somit volle 2 Jahre Garantie mitbringt.

Ich hatte auf jeden Fall keine Probleme mit der Farbe und fand die Optik der 550 gegenüber der 520 schon ziemlich geil. Die 550 sieht halt einfach etwas aggressiver aus. Der Händler montierte direkt rote Nummernschilder und ich konnte mit der bereits 17 km gelaufenen CForce 550 starten. Am Ende der Probefahrt hatte Sie dann knapp 20 km gelaufen – ich wollte ja nicht unverschämt sein.

Ich habe mich nach der Probefahrt direkt für das Modell entschieden, da der Preis von 6.300,00 € unschlagbar war. Ich habe 10% vom Kaufpreis angezahlt und ausgemacht, dass ich das ATV innerhalb von einer Woche abholen werde.

Abholung

Es war Donnerstag. Vorfreude ohne Ende! Extra um 4 Uhr aufgestanden, damit ich bis 12 Uhr wieder in der Heimat bin, um noch auf die Zulassung zu kommen. Gefahren bin ich mit einem Fiat Ducato Kastenwagen (L2H2), den mir mein Arbeitgeber freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte.

Also direkt Vollgas, damit ich bis zur Ladenöffnung um 08 Uhr in Regen bin. Hätte ich auch locker geschafft. Es hätte sogar noch für ein Frühstück gereicht. Leider kam mir dann eine Vollsperre auf der Autobahn in die Quere. Somit wurde es dann erst 08:30 Uhr bis ich beim Händler angekommen war. Dann im Eiltempo das Finanzielle fertig gemacht und die CForce schließlich verladen. Anschließend richtig flott wieder heimgefahren, was erstaunlich gut funktioniert hatte. Die Straßen waren relativ frei. Somit war ich gegen 11.30 Uhr an der Zulassungsstelle des Landkreises Ansbach und konnte meine neue Errungenschaft noch zulassen.

Nach Montage der Kennzeichen ging es auch direkt eine Runde fahren. Das Regenwetter konnte meine Stimmung auch nicht trüben. Dafür war die Vorfreude einfach zu groß.

Am Wochenende montierte ich dann direkt den bereits bestellten Sikkia-Koffer für den Heckgepäckträger. Es mussten lediglich die Gepäckträger-Schrauben gegen längere Schrauben getauscht werden und schon war der Koffer fest. Damit war die CForce 550 bereit für eine längere Tour am Wochenende!

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